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    Ein Laptop auf einem Schreibtisch mit dem Ausblick auf Zürich im Hintergrund. Auf dem Laptop ist eine Werbung auf ChatGPT zu sehen.

    Werbung · 5 Min

    Was ChatGPT Ads ab dem 24. August 2026 für Schweizer Unternehmen bedeutet.

    24. August 2026

    ChatGPT wird zur Werbeplattform. Was zunächst nach einem weiteren Werbekanal klingt, könnte für Unternehmen und Agenturen deutlich interessanter werden.

    Seit dem 24. August 2026 führt OpenAI innerhalb von ChatGPT Ads in 31 europäischen Märkten ein. Werbung wird dabei zunächst über das OpenAI Ads Solutions Team sowie Partneragenturen und Technologiepartner angeboten. Ein Self-Service-Ads-Manager soll später folgen und befindet sich aktuell in der Beta-Phase. Nur eine Handvoll Länder haben Stand 24. August 2026 Zugriff darauf. Hier siehst du, welche Länder Zugriff haben.

    Für Nutzer ist das eine grosse Veränderung. Für Werbetreibende möglicherweise eine noch grössere. Hier geht's zum OpenAi-Blog-Post.

    Warum Werbung in ChatGPT interessant ist.

    Google kennt Suchbegriffe. ChatGPT kennt Absichten.

    Ein Nutzer sucht nicht zwingend nach «beste Kamera Schweiz». Er kann ChatGPT fragen:

    «Ich fotografiere Hochzeiten und brauche eine Kamera mit gutem Autofokus, zwei Kartenslots und möglichst wenig Gewicht. Was würdest du empfehlen?»

    Das liefert deutlich bessere Ergebnisse als eine klassische Suche. Der Nutzer informiert sich, vergleicht, wägt ab und nähert sich einer Entscheidung. Wenn deine Ads dann im richtigen Moment platziert werden, kann das Verkäufe extrem ankurbeln.

    Genau diesen Moment beschreibt OpenAI als eine der zentralen Chancen von ChatGPT Ads: Menschen sollen erreicht werden, während sie aktiv recherchieren, Optionen vergleichen oder Entscheidungen treffen.

    Was bedeutet das für Unternehmen?

    Für Unternehmen entsteht damit möglicherweise ein völlig neuer Touchpoint entlang der Customer Journey. Bisher denken viele Unternehmen in erster Linie an:

    • Google Ads

    • Instagram & Facebook Ads (Meta)

    • LinkedIn Ads

    • SEO

    • Content-Marketing

    Jetzt kommt eine weitere Frage hinzu:

    Was passiert, wenn potenzielle Kunden ihre Kaufentscheidung nicht mehr nur über Google vorbereiten, sondern direkt mit einer KI?

    Wer beispielsweise ein neues Auto, eine Software, eine Versicherung, eine Reise oder eine Dienstleistung sucht, kann seine Anforderungen direkt mit ChatGPT besprechen.

    Damit wird die Sichtbarkeit in KI-Systemen langfristig genauso interessant wie die Sichtbarkeit in Suchmaschinen. In Zukunft könnte dies sogar noch relevanter werden.

    ChatGPT Ads ist nicht dasselbe wie SEO.

    Das ist ein wichtiger Unterschied und das Selbe gilt auch für Google Ads & SEO.

    Eine Anzeige kann kurzfristig Sichtbarkeit kaufen.

    SEO funktioniert anders: Eine Website muss für Suchmaschinen weiterhin relevant, technisch sauber und vertrauenswürdig sein.

    Und auch bei KI-Systemen wird die Grundlage letztlich immer guter Content bleiben.

    Unternehmen sollten deshalb nicht einfach darauf warten, Werbung auf ChatGPT schalten zu können.

    Sie sollten bereits jetzt dafür sorgen, dass ihre Website klare Antworten auf die Fragen potenzieller Kunden liefert.

    Das beginnt bei einer guten Website und reicht über SEO bis hin zu hilfreichen Fachartikeln.

    Wir haben bereits darüber geschrieben, warum eine Website nicht nur gut aussehen, sondern vor allem Leads generieren muss. Auch Local-SEO bleibt für Schweizer KMU ein wichtiger Baustein für organische Sichtbarkeit.

    KI-Ads aus der Sicht als Privatperson & Werbeagentur im Zürcher Oberland.

    Für uns als Werbeagentur ist ChatGPT Ads deshalb gleich aus zwei Perspektiven interessant.

    Als Nutzer sehen wir die Entwicklung eher kritisch.

    Denn bei einem KI-Assistenten spielt Vertrauen eine zentrale Rolle. Wenn Werbung auftaucht, darf nicht der Eindruck entstehen, dass bezahlte Unternehmen automatisch bessere Empfehlungen erhalten.

    OpenAI betont deshalb, dass Anzeigen klar gekennzeichnet und von den Antworten getrennt werden. Die Werbung soll die Antworten von ChatGPT nicht beeinflussen.

    Als Werbetreibende sehen wir aber enormes Potenzial.

    OpenAI hat bereits Funktionen wie Geo-Targeting, Custom Audiences, Conversion-Optimierung und verschiedene Messmöglichkeiten angekündigt bzw. eingeführt. Auch Conversion-API und OpenAI-Pixel sollen eine bessere Messung der Werbewirkung ermöglichen.

    Damit könnte ChatGPT Ads mittelfristig neben Google Ads und Social Ads zu einem weiteren wichtigen Bestandteil des digitalen Marketings werden. Bedenken wir einmal, wie schnell ChatGPT von der Gesellschaft anerkannt und genutzt wurde.

    Was sollten Schweizer KMU jetzt tun?

    Noch muss niemand sein gesamtes Marketing umstellen. Aber Unternehmen sollten die Entwicklung beobachten und ihre digitale Basis, also den effektiven Verkaufspunkt, die Webseiten, stärken. Denn egal ob ein potenzieller Kunde über Google, Instagram oder eine KI auf ein Unternehmen aufmerksam wird:

    Am Ende muss die Website überzeugen.

    Eine gute Strategie besteht deshalb aus mehreren Bausteinen:

    1. Eine Website, die aus Besuchern Anfragen macht

    2. SEO für relevante Suchbegriffe stärken

    3. Local-SEO für regionale Sichtbarkeit ist wichtiger den je

    4. Hochwertiger und hilfreicher Content

    5. Klare Positionierung und starke Markenkommunikation

    6. Bezahlte Werbung dort, wo sich die Zielgruppe tatsächlich befindet

    7. Messbare Conversion-Ziele statt nur Reichweite

    ChatGPT Ads ist kein Ersatz für SEO oder Google Ads. Es ist vielmehr ein weiterer Kanal, der gerade erst entsteht.

    Die spannende Frage kommt erst noch.

    Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht:

    «Kommt Werbung auf ChatGPT?»

    Sie lautet:

    «Wie verändern KI-Systeme die Art, wie Menschen Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen finden?»

    Google hat die Suche verändert. Social Media hat Empfehlungen verändert. KI verändert gerade die Entscheidungsfindung.

    Für Unternehmen bedeutet das: Wer heute eine starke digitale Präsenz aufbaut, schafft sich einen Vorsprung – unabhängig davon, welcher neue Kanal morgen dazukommt.

    Wir bei drafted beobachten diese Entwicklung genau und prüfen, wie Unternehmen KI, SEO, Content und digitale Werbung sinnvoll miteinander verbinden können.

    Denn gute Werbung beginnt nicht beim Werbebanner.

    Sie beginnt damit, gefunden zu werden – und etwas Relevantes zu sagen zu haben.

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